Die feine Linie zwischen Freude und Ärger: Ein Erlebnis auf
dem Kunsthandwerkermarkt
Es gibt Tage, an denen man mit einem Lächeln aufsteht, voller Vorfreude auf
das, was kommen mag. So ein Tag war es, als ich meinen Stand auf dem
Kunsthandwerkermarkt aufbaute. Umgeben von bunten Ständen, fröhlichen Menschen
und dem Duft von frisch gebackenen Waffeln, fühlte ich mich inspiriert und
motiviert. Ich war stolz auf meine handgefertigten Scrunchies, die ich mit viel
Liebe und Hingabe hergestellt hatte. Doch an diesem Tag sollte ich lernen, wie
nah Freude und Ärger beieinanderliegen können.
Während ich mit Kunden plauderte und meine Produkte präsentierte, geschah das
Unvorstellbare: Eines meiner Scrunchies wurde gestohlen.
Ein kurzer Moment der
Unachtsamkeit, und schon war es weg. Der Schock und die Enttäuschung überkamen
mich. Wie konnte jemand so rücksichtslos sein? All die Mühe, die ich in die
Herstellung gesteckt hatte, schien in diesem Moment nichts wert zu sein. Ärger
und Frustration über die Ungerechtigkeit überwältigten mich.
Doch das Schicksal hatte noch eine Überraschung für mich parat. Kurz nach dem
Diebstahl kam eine Kundin an meinen Stand, die mir ein Lächeln ins Gesicht
zauberte. Sie trug eines meiner Scrunchies, dass sie auf einem anderen Markt
gekauft hatte. Es war ein wunderschöner Anblick – das Scrunchie, das ich mit so
viel Liebe gefertigt hatte, schmückte ihr Haar und verlieh ihrem Look das
gewisse Etwas. Sie erzählte mir, wie sehr sie es liebte und wie oft sie es
trug. In diesem Moment spürte ich, wie die Freude langsam zurückkehrte.
Es ist faszinierend, wie schnell sich unsere Emotionen ändern können. Der Ärger
über den Diebstahl schien in diesem Moment fast trivial im Vergleich zu der
Freude, die ich empfand, als ich sah, dass meine Arbeit geschätzt wird. Es
erinnerte mich daran, dass trotz der negativen Erfahrungen, die uns im Leben
begegnen, immer auch positive Momente auf uns warten.
Diese beiden Emotionen – Freude und Ärger – sind oft eng miteinander verbunden.
Sie zeigen uns, wie wichtig es ist, die kleinen Dinge im Leben zu schätzen und
uns nicht von negativen Erlebnissen entmutigen zu lassen. Der Diebstahl war
schmerzhaft, aber die Begegnung mit der Kundin war ein Lichtblick, der mir
zeigte, dass meine Arbeit einen Unterschied macht.
In der Kunst des Lebens, wie auch im Kunsthandwerk, ist es wichtig, die Balance
zu finden. Wir müssen lernen, die Herausforderungen anzunehmen und gleichzeitig
die Freude zu feiern, die uns umgibt. So wie ich an diesem Tag gelernt habe,
dass selbst in den dunkelsten Momenten ein Funke der Freude leuchten kann.
Letztendlich ist es diese Dualität, die das Leben so spannend macht. Wir
sollten uns nicht von Ärger und Frustration leiten lassen, sondern die Freude
in den kleinen Dingen suchen und schätzen. Denn am Ende des Tages sind es diese
Momente, die uns wirklich erfüllen und uns daran erinnern, warum wir tun, was
wir tun.
In diesem Sinne: Lasst uns die Freude feiern und die Herausforderungen annehmen
– denn sie sind oft nur zwei Seiten derselben Medaille.
Liebe Grüße
Tatjana
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen
Wenn Du auf meinem Blog einen Kommentar hinterläßt, werden die von Dir eingegebenen Formulardaten (und unter Umständen auch weitere personenbezogene Daten, wie z.B. Deine IP-Adresse) an den Goggle-Server übermittelt.
Mehr Infos dazu findest Du in meiner Datenschutzerklärung (https://scrapbooking-tati.blogspot.de/p/datenschutz.html) und in der Datenschutzerklärung von Google.